Die Gesundheitsgemeinschaft
Leidenschaft für ein besseres Leben
Medizinische Versorgung auf dem Land: Neue digitale Versorgungskonzepte helfen.

Unter Geschwistern

In Zeiten von Landflucht und demographischem Wandel wird die medizinische Versorgung auf dem Land zum Problem – das sich aber lösen lässt, wie Hausarzt Markus Heil und seine Schwester, die Apothekerin Petra Pille feststellen. Überzeugen Sie sich selbst.

Markus Heil: Heute kamen schon wieder zwei Patienten, die irgendwelche Befunde in die Akte ihrer digitalen Gesundheitsgemeinschaft hochladen wollten. Das reißt ganz schön ein gerade.

Petra Pille: Ist bei uns nicht anders. Wir aktualisieren mittlerweile bei fast jedem zweiten Apothekenkunden elektronische Medikationspläne. Aber weißt Du was, das kann schon Sinn machen.

Markus Heil: Findest Du?

Petra Pille: Mutter hat das jetzt auch, hast Du das noch gar nicht gehört? Die hatte doch neulich diese Wunde am Bein, die nicht heilen wollte. Stellte sich raus, dass sie viel zu viele Schmerzmittel schluckte, weil sie das auf ihrem Tablettenplan falsch notiert und auch noch die Packungen durcheinandergebracht hatte.

Markus Heil: Das hilft nicht gerade bei der Wundheilung, klar. Und jetzt passiert das nicht mehr?

Petra Pille: Jetzt hat sie eine elektronische Liste. Eine App sagt ihr genau, wieviel sie wovon nehmen muss und erinnert sie an den richtigen Zeitpunkt. Das könnte was bringen. Sie sieht jetzt übrigens auch ihren Kardiologen häufiger, das macht sie ganz happy.

Markus Heil: Welchen Kardiologen? In ihrem Kaff gibt es doch nicht mal einen Hausarzt.

Petra Pille: Stimmt. Das war auch einer der Gründe, warum Mutter sich in dieser digitalen Gesundheitsgemeinschaft angemeldet hat. Da stellen die Ärzte nicht nur Dokumente ein, sondern es gibt auch immer mehr, die direkt per Video kontaktiert werden können. Ihr Kardiologe hat sich da neulich für angemeldet, und jetzt macht sie mit ihm ständig Video-Chat, statt ihn nur alle halbe Jahr zu besuchen. Das Portal erinnert sie auch an Termine und macht mit ihr sogar Gehirnjogging.

Markus Heil: Okay. Solange sie ihren Kardiologen nicht heiratet. Muss ich meine Praxis da jetzt auch anmelden, oder wie?

Petra Pille: Mutter wäre dafür. Ich finde auch, Du solltest mitmachen. Wir sind mit der Apotheke jetzt auch dabei, so schlimm ist das gar nicht. Ein echter Segen ist das bei Pflegebedürftigen. Davon ist Mutter ja auch nicht mehr so weit entfernt, ehrlich gesagt. Da stehen dann alle Informationen, die von Pflegediensten oder Ärzten oder Sozialarbeitern kommen, in der Online-Akte, sodass jeder Pfleger per Tablet darauf zugreifen kann. Und vor allem können sich alle darauf verlassen, dass die Informationen auch wirklich aktuell sind. Da kannst Du dann als Hausarzt auch viel besser steuern, zumal Du die Patienten öfter sehen kannst, auch dann wenn sie in Hinterdupfing wohnen.

Markus Heil: Klingt so, als hättest Du eine Gehirnwäsche hinter Dir. Ok, ich schau mir das mal an. Brauche ich eigentlich noch Impfungen für Sri Lanka? Wo ist der Impfpass? Und wann war nochmal der blöde Zahnarzttermin?

Petra Pille: Ich sag da jetzt mal nichts zu.

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