Die Gesundheitsgemeinschaft
Leidenschaft für ein besseres Leben
Die Gesundheitsgemeinschaft: Koordinierte patientenzentrierte Versorgung

Die Gesundheitsgemeinschaft – Leidenschaft für ein besseres Leben

Wenn Sie krank sind, erwarten Sie, dass Ihr Arzt sein Bestes gibt um Ihnen so schnell wie möglich zu helfen. Dazu muss er möglichst viel über Sie wissen

Er braucht alle wichtigen Informationen, aber diese Informationen sind in der derzeitigen medizinischen Versorgung oft nicht vorhanden. Wenn Sie sonst gesund sind und nur eine Erkältung haben, ist das nicht so dramatisch. In anderen Fällen kann es aber zu Fehldiagnosen kommen, oder es werden unnötige Untersuchungen durchgeführt, die die Behandlung verzögern.

Die Daten sollten verfügbar sein, wenn sie gebraucht werden

Natürlich könnten Sie alle relevanten Dokumente immer mit sich herumtragen. Die Realität ist aber eine andere. Wenn Sie eine chronische Erkrankung haben und plötzlich medizinische Hilfe brauchen, wenn Sie als Schwangere akut erkranken oder wenn Ihr Kind in die Notaufnahme muss, dann sind wichtige Dokumente oft nicht zur Hand. Sie müssen sie erst suchen, oder der Arzt oder eine Pflegekraft muss diesen Dokumenten hinterhertelefonieren – obwohl in Notfällen nun wirklich andere Dinge Vorrang haben sollten und für solche Recherchen eigentlich gar keine Zeit ist.

Das Ganze wäre noch vergleichsweise einfach, wenn das Gesundheitswesen nur aus Ihrem Arzt bestehen würde. Die Wirklichkeit ist aber komplizierter. Ein Gesundheitswesen besteht aus zahlreichen unterschiedlichen Berufsgruppen, mit denen ein Patient zu unterschiedlichen Zeitpunkten interagiert. Bei InterSystems reden wir deswegen von einer „Gesundheitsgemeinschaft“.

Die Gesundheitsgemeinschaft: In der Mitte steht der Patient

Die Gesundheitsgemeinschaft, so wie wir sie verstehen, ist die Gesamtheit aller Personen und Einrichtungen, die – in unterschiedlichem Umfang – über eine gesicherte digitale Plattform Zugang zu persönlichen, gesundheitsbezogenen Daten eines Patienten oder einer Patientin, eines Bürgers oder einer Bürgerin haben sollten.

Dazu gehören zum Beispiel

  • Ihre Ärzte,
  • die Krankenhäuser in Ihrer Region,
  • die Apotheken und Drogerien vor Ort,
  • Rettungsdienste wie das Rote Kreuz,
  • der Pflegedienst oder Ihre Senioreneinrichtung,
  • Vertreter ambulanter Gesundheitsberufe aller Art von Optikern über Orthopädietechniker, Physiotherapeuten, Logopäden und Hörgeräteakustiker bis hin zu Diätassistenten oder Podologen,
  • Sportvereine und Fitnessstudios,
  • und viele mehr.

Daneben gibt es auch noch eher administrativ ausgerichtete Instanzen wie

  • die gesetzlichen Krankenversicherungen,
  • die privaten Krankenversicherungen,
  • die gesetzliche Unfallversicherung und
  • die regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen.

Diese Instanzen erfüllen wichtige Funktionen bei der Organisation und der Abrechnung der Patientenversorgung und sind deswegen Teil der großen Gesundheitsgemeinschaft, einer Gemeinschaft, die natürlich kein Selbstzweck ist. Es geht immer um einen individuellen Patienten. Um Sie! Als Patient sind Sie Miteigentümer Ihrer Daten und bestimmen schon heute in weiten Teilen, wem welche Daten zugänglich gemacht werden dürfen. Die Grundlage liefern zahlreiche Bundesgesetze, darunter das Patientenrechtegesetz, die Europäische Datenschutzgrundverordnung und das fünfte Sozialgesetzbuch. Im Rahmen einer digitalen Gesundheitsgemeinschaft erhalten Sie einen viel unmittelbareren Zugriff auf alle Sie betreffenden Daten.

Digitale Gesundheitsgemeinschaften entstehen überall auf der Welt

Eine Gesundheitsgemeinschaft besteht aus den Menschen, die sich Hand in Hand um Ihre Gesundheit kümmern. Menschen reichen aber nicht. Es muss auch ein Austauschmedium geben, über das sich alle Beteiligten unter Ihrer Hoheit und mit Ihrem expliziten Einverständnis austauschen können. Früher war dieses Austauschmedium das Papier. Die Datenträger hießen Aktenordner, Impfpass, Mutterpass, U-Heft, Dialyseausweis, Implantatausweis oder Blutzuckertagebuch. Diese Dokumente drückten Sie jedem in die Hand, der die entsprechenden Informationen benötigte – vorausgesetzt, Sie hatten die entsprechenden Hefte, Karten oder Ordner gerade dabei.

Wir meinen: Im 21. Jahrhundert sollte das Austauschmedium kein Aktenordner mehr sein, sondern eine sichere, digitale Plattform unter Ihrer ganz persönlichen Kontrolle. Bei InterSystems haben wir eine solche Plattform entwickelt. Sie heißt HealthShare, und sie wird heute von zahllosen Gesundheitsgemeinschaften genutzt, die so ähnlich aussehen wie jene, die oben skizziert wurde – in den USA und in der Schweiz, in Australien, Chile, Finnland, Italien, den Niederlanden und vielen anderen Ländern, ebenso wie in vielen Universitätskliniken und Klinikverbünden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Ist so etwas auch in Deutschland möglich? Ja. Digitale Gesundheitsgemeinschaften entstehen aber nicht im luftleeren Raum. Es sind komplexe Netzwerke, und wie alle komplexen Netzwerke funktionieren sie nur dann, wenn sie gewissen Regeln folgen.

Nötig sind zum einen elektronische Akten, in denen die relevanten Daten gespeichert werden. Es dürfen aber nicht irgendwelche elektronischen Akten sein, in die einfach nur Daten hineingekippt werden. Ziel ist nicht die elektronische Schultüte, sondern ein digitaler, wohlgeordneter Schrank, der es erlaubt, Daten je nach Bedarf hineinzulegen oder herauszuholen. Dafür ist zweierlei nötig: Zum einen müssen bestimmte technische Standards erfüllt werden. Nur dann können alle IT-Systeme, die an den unterschiedlichen Stellen der digitalen Gesundheitsgemeinschaft eingesetzt werden, miteinander sprechen.

Daneben müssen solche Akten inhaltliche Standards einhalten: Sollen Dokumente oder Daten von einem IT-System in ein anderes übertragen oder mit Hilfe von Analyse-Software ausgewertet werden, dann müssen die IT-Systeme wissen, was ein Röntgenbefund ist und was ein EKG-Befund. Sie müssen wissen, an welcher Stelle eines Arztbriefs die Diagnosen und wo welche Laborwerte stehen, und es muss klar sein, welche Einheiten genutzt werden. Kurz: Die digitale Gesundheitsgemeinschaft braucht technische und semantische Interoperabilität, wenn verhindert werden soll, dass alle durcheinanderreden und am Ende niemand mehr irgendjemanden versteht.

Laut einer Studie von McKinsey & Company aus dem Herbst 2018 ließen sich durch die Digitalisierung des Gesundheitswesens jährlich bis zu 34 Milliarden Euro einsparen!

Lohnt sich der Aufwand?

Er lohnt sich. Eine elektronische Gesundheitsgemeinschaft, die die genannten Voraussetzungen erfüllt, kann die Gesundheitsversorgung auf eine ganz neue Ebene heben. Alle Beteiligten können sicher und schnell kommunizieren. Wartezeiten werden abgebaut, Prozesse beschleunigen sich und unnötige Versorgungsschritte werden vermieden, weil nötige Daten stets verfügbar sind und die eine Hand weiß, was die andere tut. Laut einer Studie von McKinsey & Company aus dem Herbst 2018 ließen sich durch die Digitalisierung des Gesundheitswesens jährlich bis zu 34 Milliarden Euro einsparen! Dieses Geld könnte in eine bessere Patientenversorgung investiert werden.

Gleichzeitig können Ihre elektronischen Gesundheitsdaten elektronisch analysiert werden. Sie können sich bei bestimmten Gesundheitsrisiken, zum Beispiel Medikamentenunverträglichkeiten, warnen lassen, oder Sie lassen sich an Checkup-Untersuchungen und andere wichtige Termine erinnern. Wenn Sie eine chronische Erkrankung haben, werden die dafür erforderlichen Daten gesammelt und es wird sichergestellt, dass keine relevanten Untersuchungen verpasst werden. Kurz: Als Bürgerin und Bürger, als Patientin und Patient sind Sie besser gesundheitlich versorgt.

Schauen Sie sich um!

Damit das alles weniger abstrakt wird, haben wir auf diesen Seiten viele Beispiele zusammengestellt. Wir berichten über konkrete Projekte, die mit der HealthShare-Plattform von InterSystems bereits umgesetzt wurden. Und wir zeigen Ihnen Comic-Strips über typische Versorgungssituationen, die mit einer digitalen Gesundheitsgemeinschaft viel besser zu bewältigen sind: Lernen Sie Oma Gerda, Anna und andere kennen, verzweifeln Sie mit Dr. Kern oder Dr. Schulz an fehlenden Informationen. Und erfahren Sie, dass es kein Dilemma mehr ist, wenn bei Jonas das Herz an der falschen Stelle im Körper sitzt – sofern alle Informationen verfügbar sind, wenn sie gebraucht werden. Und das ist, was am Ende wirklich zählt.

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Umfassende Patienteninformationen schaffen die Möglichkeit einer durchgängigen und koordinierten patientenzentrierten Versorgung entlang der Behandlungskette zum Vorteil aller Beteiligten. Wie Patienten, deren Angehörige sowie Ärzte, Pflege, Apotheke und Kostenträger von besserer Vernetzung profitieren können, erfahren Sie auf unseren Themenseiten.

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