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Digital vernetzen, Schlaganfälle vermeiden. Die digitale Gesundheitsgemeinschaft hilft!

Digital vernetzen, Schlaganfälle vermeiden.
Die digitale Gesundheitsgemeinschaft hilft!

Digitale Lösungen, Big Data Anwendungen und Population Health Management Szenarien können dazu beitragen, Schlaganfälle zu vermeiden und Patienten, die ein erhöhtes Schlaganfallrisiko haben, viel Leid zu ersparen. Nutzen wir sie!

Rund 270.000 Patienten erleiden in Deutschland pro Jahr einen Schlaganfall. 200.000 davon sind erste Schlaganfälle, 70.000 sind Wiederholungsereignisse. Jeder Schlaganfall ist ein dramatisches Lebensereignisse. Als Faustregel in der Neurologie gilt: Jeder dritte Betroffene verstirbt, ein weiteres Drittel trägt schwere Behinderungen davon. Nur jeder dritte Patient wird wieder weitgehend gesund. Bei Patienten mit Wiederholungsschlaganfall sind diese Quoten deutlich schlechter. (1)

Big Data und Künstliche Intelligenz finden Vorhofflimmern

Umso wichtiger ist es, alles zu tun, um erste Schlaganfälle zu vermeiden und um Patienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben, optimal zu versorgen. Digitale Lösungen können hier helfen. Beispiel Vorhofflimmern: Experten schätzen, dass jeder fünfte Schlaganfall Folge von Vorhofflimmern ist. Wenn Patienten mit Vorhofflimmern optimal behandelt werden, lassen sich viele dieser Schlaganfälle verhindern. Das Problem: Vorhofflimmern wird häufig nicht rechtzeitig erkannt – selbst dann nicht, wenn sich bereits ein Schlaganfall ereignet hat.

ePA in der Schlaganfallnachsorge: Koordinierte Versorgung der Patienten. Ein Fall für die Gesundheitsgemeinschaft.
Sehen Sie zu diesem Thema auch unser Video: Schlaganfallnachsorge: Wer heilen will, muss koordinieren

In der Apple Heart Studie konnte kürzlich bei über 400.000 Studienteilnehmern gezeigt werden, dass Smartwatch-Anwendungen, die den Puls messen, unerkanntes Vorhofflimmern entdecken können. (2) Dabei kommen Maschinenlernalgorithmen zum Einsatz, die anhand von Zehntausenden von Datensätzen trainiert wurden, damit sie möglichst wenige Fehler machen. Solche Tools können im Sinne eines umfangreichen Gesundheitsmanagements („Population Health Management“) genutzt werden, um die Häufigkeit von Schlaganfällen oder erneuten Schlaganfällen zu reduzieren.

Präventiv agieren statt therapeutisch reagieren

Vorhofflimmern ist nur ein Beispiel für eine wichtige Schlaganfallursache, die sich früh erkennen lässt und bei der durch eine adäquate Behandlung das Risiko von Schlaganfällen sinkt. Schlaganfälle haben aber auch andere Ursachen: Bluthochdruck, Gerinnungsstörungen und nicht zuletzt Verkalkungen der Blutgefäße als Folge von Zigaretten, falscher Ernährung oder zu wenig Bewegung.

Im Rahmen eines systematischen Gesundheitsmanagements lassen sich viele dieser Risikofaktoren adressieren. Digitalmedizinische Anwendungen und elektronische Patienten- oder Gesundheitsakten können dazu beitragen – sei es indem Risikofaktoren mit Hilfe von Sensoren und Big Data Algorithmen besser erkannt und effizienter behandelt werden, sei es indem die Therapietreue bei der Medikamenteneinnahme erhöht oder die Blutdruckeinstellung verbessert wird.

(1) Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft, Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe

(2) Turakhia MP et al. ACC 2019. New Orleans.

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Umfassende Patienteninformationen schaffen die Möglichkeit einer durchgängigen und koordinierten patientenzentrierten Versorgung entlang der Behandlungskette zum Vorteil aller Beteiligten. Wie Patienten, deren Angehörige sowie Ärzte, Pflege, Apotheke und Kostenträger von besserer Vernetzung profitieren können, erfahren Sie auf unseren Themenseiten.

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