Die Gesundheitsgemeinschaft
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Gestatten: Ein neuer Kollege.

Gestatten: Ein neuer Kollege

Digitale Assistenz statt ‘Land unter’

Wer gute Medizin betreiben will, muss möglichst viele Informationen möglichst gut interpretieren. Die gute Nachricht: In der digitalen Gesundheitsgemeinschaft gibt es Assistenten, die dabei helfen.

Land unter im Ozean des Wissens?

Im praktischen medizinischen Alltag gestaltet sich eine optimale medizinische Versorgung in Zeiten von „Big Data“ oft schwierig. Wenn Überwachungssysteme auf Intensivstationen Dutzende Parameter ausspucken, kann es extrem komplex sein, daraus die richtigen Schlussfolgerungen abzuleiten. Wenn sich in Patientenakten über viele Jahre Daten und Dokumente ansammeln, dann wird schon mal etwas übersehen. Und wenn bei bestimmten Erkrankungen im Wochenrhythmus neue Studien und Fallberichte veröffentlicht werden, dann kann das kaum mehr einer alles lesen.

Gleichzeitig muss das Gesundheitssystem dem demographischen Wandel Tribut zollen: Die Zahl der Patientinnen und Patienten steigt, nicht nur, aber auch weil die Zahl älterer Menschen zunimmt. Die Zahl der Menschen in Gesundheitsberufen steigt zwar ebenfalls, aber längst nicht in gleichem Umfang. Kurz und knapp: Immer weniger Zeit pro Patient, aber immer mehr Informationen, um die richtige Diagnose zu stellen oder die beste Behandlung zu finden. Das kann nicht funktionieren.

Dr. Algorithmus hält dem Arzt den Rücken frei

Oder doch? Was, wenn es eine digitale Gesundheitsgemeinschaft gibt, die eine Plattform nutzt, die nicht nur Pdf-Dokumente sammelt, sondern die Patientendaten in standardisierter, elektronisch auswertbarer Form zugänglich macht? Dann wird es möglich, leistungsfähige Analyse-Tools einzusetzen, die den Patienten überwachen, die dem Arzt bei der Diagnose oder bei der Therapieentscheidung helfen oder die dazu beitragen, eine Behandlung optimal auf den Alltag, die Gene, die Begleiterkrankungen und die Umwelt des Patienten abzustimmen.

Dabei geht es überhaupt nicht darum, den Arzt zu ersetzen. „Dr. Algorithmus“ ist in einer digitalen Gesundheitsgemeinschaft vielmehr ein cleverer Assistent, der dafür sorgt, dass Risiken und Informationen nicht übersehen werden. So hat kürzlich eine Studie der Charité Berlin gezeigt, dass ein intelligenter Algorithmus Patienten, denen nach einer Herzoperation ein Nierenversagen droht, zuverlässiger erkennt als ein dafür üblicherweise genutzter klinischer Score. (1) Auch radiologische Bilddaten, EKGs und andere diagnostische Daten kann Dr. Algorithmus systematischer auswerten als Menschen das können. Und er kann medizinisches Wissen aus Lehrbüchern, Leitlinien, klinischen Studien und Fallberichten punktgenau zur Verfügung stellen. Das erspart viel Sucherei und schafft letztlich mehr Zeit für den Patienten. Und das ist am Ende, was wirklich zählt.

(1) Charite-Studie: https://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600(18)30300-X/fulltext

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